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Therapiehunde-Einsatz

Wir setzen auch Therapiehunde bei der Betreuung Demenzerkrankter ein

Die Versorgung und Betreuung Demenzerkrankter stellt eine gesellschaftliche Herausforderung dar. Gegenwärtig macht die Gruppe der demenziell Erkrankten bereits über die Hälfte der Pflegeheimbewohner aus. Um aus dieser Negativspirale bezüglich Rückzug, Isolation, Frustration und teilweise vielleicht Aggression heraus zu brechen, müssen geeignete Voraussetzungen geschaffen werden, damit Beziehungen und Begegnungen entstehen können.
Durch die Tiergestützte Therapie ist es möglich, den Verlauf der Krankheit zu beeinflussen und vielleicht ein würdevolleres Leben zu führen. Tiere sind in der Lage über die Ansprache menschlicher Sinne, Kontaktprozesse zu initiieren, die sich auf den gesundheitlichen, kognitiven, sozialen und emotionalen Status z. B. speziell demenziell erkrankter Menschen auswirken. Für Pflegekräfte ist dies eine Chance, über Tiere intensiver mit dem Betroffenen in Kontakt zu treten.

Bisher wird vor allem über Delphin-Therapien in Amerika geschrieben, die mit hohen Kosten verbunden sind. Der Einsatz von Hunden ist einfacher umzusetzen und auch erfolgreich wirksam. Mit Hilfe eines ausgebildeten Hundes kann man bei Menschen positive Wirkungen in physiologischer, psychischer, wie auch sozialer Hinsicht ermöglichen. Tiere helfen Menschen durch die Kraft ihrer Instinkte und ihrem angeborenen Sozialverhalten. Sie nehmen Emotionen, Lebenskraft und Konflikte im Menschen wahr und reagieren oft mit einer unglaublichen Sensibilität und stabilisierenden Instinktsicherheit darauf. Sie spiegeln und beeinflussen so den Menschen in verblüffender Weise.
Der Kontakt und die Bindung zu einem Tier tut körperlich und seelisch gut. Für viele Menschen sind Tiere Partnerersatz, Kinderersatz oder einfach nur Freund und Helfer und scheinen, als wären sie immer da, wenn man sie braucht und hören einem immer zu. Sie sind treu und aufmerksam und strahlen etwas liebes und kindliches aus und beruhigen durch Schmusen und Kuscheln.

Gerade ältere Menschen profitieren vom Einsatz der Tiergestützten Therapie!

Die Tiere öffnen Türen, sie finden Zugänge zu Menschen, die Zweibeinern meist verborgen bleiben. Tiere sind nicht voreingenommen, egal ob jemand ihren Namen vergessen hat oder sich im Spiegel nicht mehr erkennt. Sie stellen keine Fragen und kritisieren nicht. Tiere reagieren auf Streicheln und Zuwendung, aber nicht auf Äußerlichkeiten. Sie vermitteln das Gefühl gebraucht zu werden und halten auf "Trab". Bei Störungen der Motorik, zum Beispiel nach einem Schlaganfall, werden die Vierbeiner zur Anregung und zu Bewegungsübungen eingesetzt.
In der Verhaltenstherapie sind sie Kommunikationshilfe zum Üben der Körpersprache und zur Steigerung des Gegenwartsbewusstseins hilfreich. Sie schaffen eine entspannte entkrampfte Atmosphäre und schenken Trost. Ihre Dankbarkeit und Zuwendung wirkt heilend auf die Seele. Gerade für Menschen in schwierigen Lebenslagen, die z.B. einen Verlust verarbeiten müssen oder Anerkennung brauchen, sind Tiere sehr hilfreich, denn sie stärken das Selbstbewusstsein.
Durch den Umgang mit Tieren werden Heilungsprozesse gefördert und beschleunigt, sowie Ängste abgebaut.

Deshalb stellen Tiere gerade im Alter, wo neue Kontakte nicht mehr so schnell entstehen, wo sich Menschen eher zurückziehen, aufgrund einer körperlichen Einschränkung, eine große Bereicherung dar. Hunde sind die beliebtesten Begleiter des Menschen. Sie eignen sich aufgrund ihrer Lebensweise in sozialen Verbänden und den damit verbundenen sozialen Bindungsmöglichkeiten, sowohl inner-,  als auch zwischenartlich, hervorragend für das Zusammenleben mit dem Menschen. Dies bietet eine gute Voraussetzung für einen Einsatz in der tiergestützten Arbeit. Da die meisten Hunde aber auch gerne die Nähe anderer Menschen suchen, können sie die Bedürfnisse vieler älterer Personen nach Kontakt und Aufmerksamkeit erfüllen. Hunde sind sehr anpassungsfähig, ihre Kommunikationsfähigkeit mit dem Menschen ist gut ausgeprägt und sie können innerhalb kürzester Zeit die individuelle Körpersprache eines Menschen erlernen. Der Mensch fühlt sich dadurch vom Hund verstanden und durch die Befolgung seiner Kommandos anerkannt.
Hunde haben viele Vorteile und die große Zahl an Ausbildungsmöglichkeiten - u. a. bedingt durch die große Rassenvielfalt- zu Partner-, Behinderten-, Rettungs- und Sozialhunden, aber auch Drogen-, Schutz- und Wachhunden usw., ermöglicht ihren Einsatz als Helfer des Menschen in vielen verschiedenen Arbeitsfeldern.